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Das 55. Weihnachtskonzert der Essener Polizei ist Geschichte. Es war einzigartig wie jedes seiner Vorgänger, und doch haben sie alle etwas gemeinsam. In jedem dieser Konzerte wird der Gedanke der Weihnacht, der Heiligen Nacht, der Geburtsstunde der Christenheit wieder lebendig. Weihnachten ist wie kein anderes ein stark gefühlsbetontes Fest. Wir blicken zurück, Erinnerungen an die Kindheit, an Eltern, Großeltern, Geschwister und Verwandte werden wach, die Vorstimmung im Advent, der Weihnachtsbaum und die Lichter tun ihr Übriges dazu. Die Bergischen Symphoniker eröffneten das Konzert mit der „La Réjouissance“ aus der Feuerwerksmusik von G.F. Händel. Der Polizeichor sang als erstes das „Lobt den Herrn der Welt“ von Purcell, wenig später folgte die „Nachthelle“ von F. Schubert. Der Tenor Benjamin Bruns glänzte hier mit seiner klaren Stimme, ebenso überzeugte und begeisterte er das Publikum mit den Arien „Alle Tale macht hoch und erhaben“ aus dem Oratorium „Der Messias“ und „Mit Würd und Hoheit angetan“ aus dem Oratorium „Die Schöpfung“. Der Polizeichor, der Essener Damenchor und die Damen der Chorgemeinschaft EBO 1983 sangen aus der „Cäcilienmesse“ das Sanctus und Benedictus, begleitet von der Sopranistin Susanne Risch. Nach dem kraftvollen Sanctus folgte das im pianissimo gesungene Benedictus, bei dem die Sopranistin ausdrucksvoll den zarten Charakter des Stückes unterstrich. Einen ganz besonderen Glanzpunkt setzten die Chöre im ersten Teil mit der “Fantasie c-Moll op. 80“ von L.v. Beethoven, begleitet vom Orchester und Desar Sulejmani am Flügel. Das Werk ist der Vorläufer der berühmten 9. Symphonie mit dem bekannten Chorsatz „Ode an die Freude“. Der ausdrucksstarke Schlussteil macht die Ähnlichkeit erkennbar. Besonderes Können wurde hier vom Pianisten Desar Sulejmani gefordert. Die WAZ schrieb in
ihrer Dienstagsausgabe unter der Überschrift „Geballte Festlichkeit“ u.a..
„Chorleiter Stephan Peller hatte ganze Arbeit geleistet, das große
Gesangsorgan auf so schwierige polyphone Sätze wie das schlank genommene
„Halleluja“, aber auch auf ein so leises Stück wie Beethovens „Hymne an die
Macht“ ... oder „Die Himmel rühmen“ vorzubereiten.“ Das Essener Gitarrenduo
Bernd Steinmann und Stefan Loos setzte im ersten Teil eigene Akzente mit
spanischen Impressionen und im zweiten Teil mit weihnachtlichen Klängen, die
auf große Resonanz stießen. Wie sehr ihre Musik die Zuhörer anrührte,
konnten wir an einem jungen Ehepaar beobachten. Die hochschwangere Frau
hatte bei dem Teil des Liedes „Maria durch einen Dornwald ging“, in dem es
heißt „Was trug Maria unter ihrem Herzen“, ihren Kopf liebevoll, voll
Vertrauen auf die Schulter ihres Mannes gelegt, der ihre Hand hielt. Die Polizeipräsidentin, Frau Stephania Fischer-Weinsziehr, dankte zum Schluss allen Mitwirkenden, insbesondere Herrn Stephan Peller, der wieder einmal eine großartige Leistung vollbracht hatte und überreichte Blumensträuße, bevor das gemeinsame Weihnachtslied „O du fröhliche“ angestimmt wurde. |
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H. Breidenbroich |
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Benjamin Bruns: Alle Tale macht hoch und erhaben |
Cornelia Haslbauer: Sei stille dem Herrn |
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Susanna Risch: Laudamus te |
Sopran/Mezzosopran: Duett aus Pique Dame |
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Essener Gitarrenduo Bernd Steinmann & Stefan Loos |
Desar Sulejmani: Fantasie (Beethoven) |
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Die Singende Hundertschaft, die Bergischen Symphoniker mit ihrem gemeinsamen Dirigenten Stephan Peller ... |
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... und dem verlässlichen Begleiter an der Orgel, Prof. Jürgen Kursawa |
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Eine außergewöhnliche Ehrung, vorgenommen durch den Essener Oberbürgermeister Reinhard Paß. |
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Bescheiden leitete Alfred Brede den Dank an seine Sänger weiter und betonte, ohne die uneigennützige Mithilfe einer großen Schar von Mitarbeitern ließen sich Veranstaltungen wie die Weihnachtskonzerte - durchweg Laienarbeit - niemals durchführen. |
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Es sind in der Tat die vielen Ungenannten hinter den Kulissen, die vor, während und auch nach den Konzerten für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Im Bild, stellvertretend für alle anderen Helfer, Peter Nolten, der sich hier etwas berufsfremd als Gärtner betätigt. Das Publikum soll ja auch optisch eine Wohlfühl-Atmosphäre erleben können.
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| Nachfolgend auszugsweise die Berichterstattung in der Essener Lokalpresse (WAZ und NRZ): | |
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Geballte Festlichkeit Der Polizeichor Essen gab drei ausverkaufte Weihnachtskonzerte in der Philharmonie Klaus Albrecht Drei Konzerte, dreimal volles Haus. Der Essener Polizeichor hatte auch im 55.Weihnachtskonzert keine Schwierigkeiten, seine Fans in die Philharmonie zu locken. Das bunte Programm von Händels „Feuerwerksmusik“ bis zum gemeinsamen „O du fröhliche“ war wieder eine geballte Ladung an vorweihnachtlicher Pracht und Festlichkeit, die Solisten gut ausgewählt und die Bergischen Symphoniker ein ebenso verlässlicher Partner wie Organist Jürgen Kursawa und Pianist Desar Sulejmani. Allen voran die „Singende Hundertschaft“, die mit dem Essener Damenchor und den Damen der Chorgemeinschaft EBO 1983 ein imposantes Bild abgab. Chorleiter Stephan Peller hatte ganze Arbeit getan, das große Gesangsorgan vorzubereiten auf so schwierige polyphone Sätze wie das schlank genommene „Halleluja“, aber auch ein so leises, schlichtes Stück wie Beethovens „Hymne an die Nacht“ oder das ordentlich intonierte „Die Himmel rühmen“. Einen zarten Kontrapunkt setzte das Essener Gitarrenduo Bernd Steinmann und Stefan Loos, die mit hübsch arrangierten Weihnachtsliedern auf große Resonanz stießen. Nicht anders die Gesangssolisten, unter denen Benjamin Bruns mit seinem apart metallisch glänzenden Mozarttenor besonders beeindruckte und in Arien wie „Alle Tale macht hoch erhaben“ auch durch ausgefeilte Koloraturkunst punktete. Exquisit zudem der üppige, cremig tönende Sopran von Susanna Risch, der sich nicht nur zum weihevoll schmelzenden Duktus von Gounods „Cäcilienmesse“ vorzüglich passte. Cornelia Haslbauer fügte sich gut als Duettpartnerin. Und wenn dann alle Ausführenden zu einem samtig ausgeschlagenen „Stille Nacht“ einstimmen, steht das Fest wirklich vor der Tür. Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr ließ es sich nicht nehmen, allen Solisten am Schluss Blumensträuße zu überreichen. |
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Fotos: Gisbert Gorni/Christian Geißler |
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U.G. |